Danke Peru!

04Sept2014

Ich bin so unendlich dankbar für die kostbare und tolle Zeit hier in Cusco, ich habe so viel gelernt und eine Menge liebe Leute kennen gelernt. Ich fühle mich als echte Cusqueñita und bin so dankbar für diese Chance, die mir gegeben wurde. Ich habe auch jetzt ein paar andere Ansichten auf mich und das Leben gewinnen können! Dieses Jahr hat mich sehr weitergebracht, ob beruflich, aber auch menschlich! Auch auf meine Sicht auf Deutschland. Ich bin gespannt wie es wird, wenn ich wieder da bin, aber ich bin mir relativ sicher, dass ich mein Glück und meine Liebe irgendwo anders finden werde!!! Ich weiß wenn ich wieder in D sein werde, werde ich wieder fernweh bekommen und es verschlägt mich wieder irgendwo hin auf der Welt. Meine Gastfamilie in Tipon hat beim Abschied auch sooo liebe Sachen gesagt, dass ich jederzeit wieder kommen kann, bei denen schlafen kann, dass jederzeit die Tür offen steht und dass sie sie mich niemals vergessen werden! Ich bin ihre Tochter und gehöre einfach dazu! Selbst Menschen, die ich iM Dorf bislang 3-4 mal gesehen habe, haben mir einen Schlafplatz angeboten und mich quasi in die Familie aufgenommen, es ist so verrückt, wie herzlich und gut die Menschen hier sind, dass vermisse ich schon ein bisschen in D!! Ich hoffe ich kann ein bisschen Peru nach D verbreiten, wenigstens bei mir und meinen Mitmenschen.

An meine Liebsten zu Hause, ich hoffe, dass nach meiner Zeit hier alle noch meine Freunde sind, alle noch das sind, was sie vor diesem Jahr waren. Auch wenn ich mich bei manchen nur mas o menos gemeldet habe, sie mich noch lieb haben, wie ich sie! Ich habe oft an zu Hause gedacht, habe mich über jeden Kommentar auf meinem Blog gefreut. Und bin stolz darauf, jetzt Patentante zu werden.

Außerdem bin ich soooo dankbar, dass meine Schüler mich so lieb beschenkt haben, was ich nie gedacht hätte, immerhin war der Unterricht mit vielen auch nicht immer einfach! Aber trotzdem bin ich stolz auf mich, dass ich was erreicht habe, trotz meinem schlechten Spanisch am Anfang, habe ich den Kindern etwas beigebracht und sie werden mich deswegen nie vergessen! Auch die herzlichen Worte der Direktoren und Lehrer zum Abschied war total schön zu erleben. Bei den Verabschiedungen haben sie sich herzlich bedankt, dafür dass wir da waren und dafür dass wir geblieben und immer wieder gekommen sind ;) Dafür dass wir ihren Kindern etwas beigebracht haben. Und wieviel Geschenke wir bekommen haben, es war echt überwältigend und wie dankbar sie uns sind. Das gibt mir ein gutes Gefühl und ich fühle mich jederzeit willkommen! Das schreit nach einem Wiedersehen!!!

DANKE DANKE DANKE!!!!!

Erdbeben in Cusco und Umgebung

25Aug2014

Kurze Nachricht:

Gestern war bei uns um ca. 18:15 ein kleines, mittelschweres Erdebeben. Wir waren grade mit unseren Organisatoren aus Deutschland und Peru bei unserem Chinesen des Vertrauens, als die Erde echt gewaltig wackelte. Die Bilder an der Wand bewwegten sich, die Vitrinen klirrten. Das war echt verrückt. Wir stellten uns in die "Sicherheitszone" und warteten ab. Nach ca. einer Minute war es dann auch schon wieder vorbei. Also alles gut, aber es war schon ein kleiner Schock, obwohl ich in letzter Zeit viele kleine Erdbeben auf dem Dorf miterlebt habe. Keiner wollte mir das immer glauben, aber ich spürte das schon.

Die letzte Woche hat angebrochen.....

24Aug2014

Ich bin sehr traurig!

Wir sind nun wieder aus unserem Urlaub, aus Bolivien wieder gekommen und die Schule hat seit zwei Wochen wieder begonnen. Der Tagesablauf ist wie gewohnt. Letztes Wochenende war mal wieder eine Feier in unseren Doerfern. Eine Jungfrau wurde in Oropesa, im Dorf neben Tipon eine Woche lang gefeiert. Am Freitag waren wir kurz da, es wurden Sachen verkauft, Kinder konnten Kickern, Huepfburgen wurden aufgebaut und nebenbei haben Taenzer gezeigt, was sie koennen. Kurz bevor wir gehen wollten, haben wir einen alten Lehrer aus unserer Sekundaria in Lucre getroffen, der uns prombt auf ein Bier und Essen zu sich nach Hause eingeladen hat. Da man so eine peruanische Einladung schwierig ablehen kann, bin ich mit Hakar und Philip mitgegangen. Dort war eine ganze Tanzgruppe vertreten. Und es gab

einen riesen Teller voll zu essen und fuer jeden einen halben Liter Bier zu trinken….. wie immer! Da diese Tanzgruppe auch “Danzaq” tanzten, wie meine beiden Jungs ein paar Wochen vorher, tanzten sie kurz mit denen aus Oropesa.

Naechsten Tag war ich mit Sarah und Janine auf dem Fest in Oropesa. Gleich am Anfang trafen wir unseren Lehrer und wiedermal hat er uns zu sich eingeladen. Wieder gab es Essen und Bier, danach wurde noch getanzt und weiter getrunken. Aber recht frueh konnten wir den perfekten Augenblick abwarten um abzuhauen. Als ich dann in Tipon war, habe ich mich selbst auf eine Taufe eingeladen. Hakar und Philip wurden von unserer Grosscousine eingeladen von der Taufe ihrer beiden Jungs. Diese war sehr schoen, es gab wieder mal sehr viel zu essen, erst Supper und dann einen grossen Teller mit Meerschweinchen und anderen Leckereien. Also kein Wunder, dass ich fett nach Hause komme! Habe schon viel zugenommen, also erschreckt euch nicht, wenn ihr mich wieder seht ;) Nach dem Essen gab es dann Geschenke, einige brachten wieder ihre Kaesten Biere mit, wir haben Geld geschenkt, dazu mussten wir dem Taufkind eine kleine Locke abschneiden und diese mit unserem geschenktem Geld auf einen grossen Teller legen. Verrueckte Traditionen hier. Aber lustig, dass der kleine vorher echt lange Haare hatte, jetzt wissen wir warum ;) naechsten Tag sah der kleine aber doch recht strubbelig aus.

Den Sonntag habe ich natuerlich auch wieder in Oropesa verbacht, diesmal mit Hakar, Janine und Sarah. Das ganze Wochenende haben wir tausende von Schuelern gesehen, alle zind volll sues auf uns zu gelaufen und haben gefragt was wir hier machen und ob wir uns naechste Woche wieder in der Schule sehen ;) soooo lieb, aber man ist immer auf dem Praesentierteller, man darf sich nicht daneben benehmen. So kam es dann auch, dass wir abends be idem letzten Tanz der Tanzgruppe von unserem Lehrer mittanzten ;) da Hakar und ich diesen Tanz Danzaq aus Tipon kannten, hatten wir die Tanzschritte drauf, nur Janine wurde ins kalte Wasser geschmissen ;) aber es war super lustig, zu der spaten Zeit waren auch nicht mehr so viele Leute oder Schueler anwesend!

Nun ist die letzte Woche in der Gastfamilie auch vorbei. Wir haben diese Woche noch einen lieben Freund zum Flughafen gebracht, der ist Peruaner und zieht mit seiner Familie nach Santiago de Chile. Das war auch wieder sehr traurig….. liebe Menschen gehen zu sehen.

Diese Woche haben wir uns ja auch schon ein bisschen von unseren Schuelern verabschiedet. Haben zwar gesagt, dass wir naechste Woche noch mal mit den neuen Freiwilligen kommen, aber da warden wir nur kurz mit der Direktorin sprechen und die Schule zeigen. Hakar hatte diese Woche schon seine Dispedida in unserer Yanamanchi Schule und die Kinder haben fuer ihn gesungen, getanzt und ihm ganz liebe Nachrichten geschenkt. Als wir uns auf dem Rueckweg im Taxi getroffen haben und er mir das erzaehlt und gezeigt hat, musste ich erstmal weinen, weil ich das total suess fand und ich das auch noch vor mir habe, naechste Woche. Meine Lehrerin hat mich auch schon gefragt, wann ich den komme…. Oh Gott, ganz ehrlich, ich weiss nicht, wie ich die letzte Woche ueberstehen soll. Unsere liebe Direktorin in Lucre plant einen ganzen Tag fuer unsere Verabschiedung ein. Die Kinder warden bestimmt auch etwas vorbereiten, meine Lehrerin dort, will mit mir danach in Kontakt bleiben und wir sollen ganz viel E- Mails schreiben. AAAAHHHHHH

Als Hakar und ich dann zu uns nach Hause kamen, haben wir oben bei mir alle zusammen gegessen. Hakar, Philip, mein Gastbruder Bladi, meine Mutter und die Brueder von den Jungs. Als Hakar erzaehlte wie schoen der Abschied war, waren alle so geruehrt und ich musste wieder weinen, auch mein Gastbruder fing ganz dolle an zu weinen, das tat mir sehr weh….

 Ich bin hin und her gerissen, ich bin sher traurig, dass ich mich hier von so vielen lieben Leuten verabschieden muss, aber ich freue mich auch auf Deutschland und meine Familie und Freunde dort. Ich bin dankbar fuer die erlebte Zeit hier in Peru. Es war ein unglaublich tolles, erlebnisreiches Jahr!

Licht und Liebe fuer alle!

Wir sind Weltmeister!!!!

27Juli2014

Wir sind Weltmeister!!

Wow wer hätte das gedacht?? Wir haben die ganzen Spiele in einem Biergarten geguckt, sind nach unserer Schule immer schnell nach Cusco gefahren, haben unser Deutschland Trikot angezogen, unserer Wangen in Schwarz- Rot- Gold gefärbt und ab ging die Party! Nach dem großen Finale am Sonntag haben wir uns wieder einen Doppeldecker Bus gemietet und sind mit 200 Deutschen zusammen auf drei Bussen viele viele Runden um den Plaza de Armas gefahren. Haben gesungen, geschrien, haben HUMBA getanzt und der ganze Bus wackelte. Es war sooooo cool! Vor allem haben wir es allen gezeigt, unsere Familien in unserem Dorf waren alle für Argentinien und haben uns schlecht gemacht! Jetzt wissen aber alle überall, wenn wir sagen, dass wir Deutsche sind, dass wir auch Weltmeister sind.

  Mit dem Pokal Auf dem Plaza Partybus Der eine Bus ueberholt den anderen 54, 74, 90, 2014..... ja so stimmen wir alle ein! Eri und ich Laaaaooooooolllllaaaaa Welle Ein Knutscha

Dies ist meine 5. Klasse in Saylla. Ich habe die ja immer für sehr anstrengend und laut empfunden, aber in letzter Zeit sind sie echt süß geworden. Haben zwar nicht so viel Interesse am Englisch Lernen, aber doch kann ich mit Ihnen ganz gut quatschen. Die waren natürlich auch eher für Argentinien und nicht für uns! Eine von Ihnen hat mir sogar ein Armband geschenkt. Voll niedlich. Als ich meinte, dass ich nur noch bis Ende August bleibe, haben sie ganz laut Neeeeiiiinnnn geschrien!

  Meine Kids Mit mir, Prof. Jenny

Nun ist es auch langsam Zeit unserem lieben Freund Ramón (auch gerne „Ihmchen“ genannt) Ciao zu sagen, was mir sehr weh tun wird, da er für mich ein bisschen wie mein kleiner Bruder ist. Ein chaotisch- verpeilter- liebevoller Typ! Und dies hat er für uns kreiert, ein großes Plakat mit lieben Worten, was bei uns in die Hamburger WG kommen soll! Ein bisschen Zeit haben wir aber noch, da wir mit ihm noch auf Reisen fahren. Und spätestens bei einem Besuch in Kölle sehen wir ihn wieder!

  Unser Plakat Die schoenen Zeilen!

Vom 15. Juli bis 19. Juli war in Tipon la Fiesta „Virgen del Carmen“, religiöse Feiertage, wo Tänzer eine religiöse Christus Figur von A nach B tragen und ganz viel tanzen und trinken! Außerdem tanzen sie fast den ganzen Tag lang, laufen von Familie zu Familie im Dorf und tanzen dort und im Gegenzug bekommen sie viel Essen und nochmal so viel Bier! Unsere Jungs Hakar und Philip haben sich dort verpflichtet, mit zu tanzen. Sie waren der Hammer, den einen Abend, als sie diesen Tanz geprobt haben, habe ich mit getanzt. Der Tanz ist sehr einfach, aber dadurch, dass man ihn ca. 20 Minuten lang durch tanzt, wird es auf Dauer sehr anstrengend, vor allem, wenn man dazu auch noch viel Bier intus hat.

Meine Jungs Hakar und Philip Tipon Boys

Leider konnten wir Mädels nicht die ganze Zeit anwesend sein, da wir mit unserem Organisator Agripino nach Ccapi fahren  mussten. Ccapi ist ein kleines abgelegenes Dorf, 6 Stunden entfernt von Cusco. Dies liegt mitten in den Anden, auf dem Weg dorthin sind ca. 5 andere kleine Dörfer und nur die erste Stunde war geteerte Straße. Danach Huckelpiste, kam unserem Po und unserer Wirbelsäule nicht so gelegen. Jedoch haben wir die Zeit zu viert  unter Mädels auch mal wieder sehr genossen. In Ccapi haben wir für unsere zweite Generation des Projektes Schulen besucht. Haben dort mit Direktoren und Bürgermeistern gesprochen, unser Projekt vorgestellt und alle waren ziemlich begeistert und wollten am Liebsten, dass wir gleich da bleiben! Sie haben uns alle sehr herzlich aufgenommen. Das Dorf ist sehr schön, allerdings auch ohne Internet. Wir hatten Glück, dass wir überhaupt Handyempfang hatten. Trotz dessen haben wir uns in das Dorf und in das Leben dort verliebt und würden gerne ein Jahr verlängern um dort zu leben ;) hehehe!!!

Außerdem haben wir in Huasao, wo wir auch unterrichten, nach Familien gesucht. Dort haben wir einen sehr netten Elternvertreter, der uns sehr unterstützt und hilft. Dort haben wir uns auch 2 Familien angeschaut, die für die neuen in Frage kämen, auch bei einem unserer Schüler! Allerdings ohne Toilette! Das wäre natürlich für mich schon sehr haarig, die Familie dort geht wohl immer aufs Feld ihr Geschäft verrichten! Das habe ich in meiner Familie auch schon oft beobachtet, dass meine Mum oder mein kleiner Bruder manchmal echt irgendwo vor dem Haus aufs Klo gehen, obwohl sie nur 2 Schritte weiter eine Toilette hätten. Aber naja, dass ist hier wohl so ;)

Zu „Virgen del Carmen“ zurück nach Tipon. Als wir Freitag aus Ccapi zurück kamen, bin ich gleich schnell nach Tipon zurück gefahren um „meine Jungs“ beim Tanzen zu zuschauen. Dies war schon sehr amüsant, weil alle schon ziemlich einen im Tee hatten und nachdem ich sie getroffen hatte, die Tanzgruppe schon wieder mehrere Bierkästen geleert hatten. Auf dem Weg runter vom Plaza in Tipon, Richtung Dorfmitte gab es auf einmal einen großen besoffenen Streit zwischen Brüdern, die in der Tanzgruppe mit tanzten. Diese hatten sich fast gehauen und angebrüllt, bis alle Männer dazwischen gingen. Ein bisschen Diskussionen und unnötiges Gequatsche und dann ging es in die kleine Kapelle von Tipon um sich vor der „Virgen del Carmen“ zu entschuldigen. Dort fing die halbe, besoffene Tanzgruppe an zu weinen und sich zu entschuldigen. Einfach unglaublich. Danach ging es mit Pferden runter, zu dem Haus eines Veranstalters. Und dann ab auf die Rennstrecke mit den Pferden. Die Band der Tanzgruppe war immer mit dabei und nach meinem Empfinden fast voller als die Tänzer, dass die noch Trompete und Co spielten konnten, Hut ab! Auf der Rennstrecke gab es dann Pferderennen, oberhalb wurde ein Seil gespannt, an dem immer wieder eine kleine Blüten aufgehängt wurden,  die die Reiter abreißen mussten. Ich habe soo coole Videos davon gemacht, die ich auch mal hoch stellen werde. Hakar und Philip mussten leider schon frühzeitig den Spaß verlassen und ich war ab da an alleine. Aber das war doch recht lustig. Dann durfte ich auch mal reiten, die Leute haben mir eine peruanische Flagge um den Hals geknotet und dann sollte ich aufs Pferd. Dabei ist meine schoenste Jeans am Arsch voll aufgerissen, dass war nicht so cool ;) Nach einem deftigem Essen ging es dann mit meiner und der Familie von den Jungs hoch auf den Plaza. Dort musste die Tanzgruppe ein letztes Mal tanzen, diesmal vor ganz vielen Menschen aus Tipon und den umliegenden Dörfern. Danach stellten die Veranstalter 5 Kästen Biere in die Mitte und dann drückten sie uns jeder ein Bier in die Hände. Eigentlich wollte ich schon gegen halb zehn nach Hause, weil es kalt wurde und ich einfach keine Gesprächspartner hatte, da meine deutschen Freunde nicht da waren. Jedoch wurde ich dann doch von den Männern zum Quatschen heran gezogen und dann wurde es lustiger. Zwei Musikgruppen mit unterschiedlichen Musikrichtungen spielten typische Peruanische Musik und wir tanzten. Als meine Mutter wenig später gehen wollte, wollte ich noch bleiben und mit meinen neuen Freunden tanzen und trinken. Und dann wurde es doch mal ganz schnell 2 Uhr! Mein großer Bruder brachte mich dann nach Hause.

Die Jungs in ihren Kostuemen Marco, der Gastbruder der Jungs Am Danzaq Tanzen Josef, mein Schueler aus Huasao musste Trompete spielen Anderer Tag, die Taenzer muessen geschlossen Pippi machen In der Kirche, vor der Virgen Die armen Pferde Der Anfuehrer der Gruppe Im Vordergrund, Bladi, mein Gastbruder Die wilden Reiter

Nun sind wir in La Paz, nicht die Hauptstadt, aber der Regierungssitz von Bolivien. Die Stadt ist riesig, aber ähnelt ein bisschen an Cusco. Die Stadt befindet sich in einem Tal und drumherum sind große Schnee bedeckte Berge. Wir sind mit einer Seilbahn in das Zentrum runter gefahren. Alt trifft Neu, aber Alt und ein bisschen Heruntergekommen überwiegt. Die Gebäude sind ähnlich herunter gekommen und voller Graffiti beschmiert, wie damals in der ehemaligen DDR. Hier gibt es, ungewöhnlicher Weise, noch ganz viel dicke Mamacitas, in ihren alten traditionellen Trachten mit riesigen Röcken. Wenn La Paz nicht soooo derbe kalt wäre.... darauf hatte ich mich nicht so eingestellt. Was richtig cool ist, hier gibt es keine Zebrastreifen, aber es gibt echte Zebras, die den Verkehr regeln! Wie lustig und hier gibt es, wie oben in Kolumbien auch Wasser in der Tüte zum Trinken! Auch das totale Highlight ist, dass es hier am Busbahnhof eine Aufladestation für Handys gibt. Da bezahlt man einen Boliviano, was umgerechnet 10 Cent sind, für 20 Minuten Handy laden! Du kannst dir aussuchen, welches Ladegerät du brauchst und musst dich nur daneben hin setzten um zu warten! Das ist super praktisch, bräuchten wir in Deutschland auch!

  Blick auf die Stadt aus der Seilbahn Unsere Truppe + Peruaner Unser Strassenkuenstler! Mit ihm verdienen wir unsere Reise ;) Mamani Mamani, toller Kuenstler alte Busse Hier gibt es auch Wasser aus der Tuete!!!! Aufladestation fuer Handys Wir sind Weltmeister, auch in Bolivien!!! Das Zebra! Das Zebra regelt den Verkehr! Touri Shop und Reizueberflutung

Meine Mum hat mir erzaehlt, dass ich am 1. September einen Ueberraschungsgast zum Flughafen bekomme!!!! Ich freue mich ganz dolle auf diesen ;) 

Licht und Liebe und bis ganz bald!

 

 

 

 

 

 

Die letzten paar Wochen

11Juli2014

Geburtstag von meiner Grundschule Yanamanchi! Die Kinder sind einfach echt toll, total diszipliniert und arbeiten toll mit! Ich werde sie schrecklich vermissen!

Auf dem Schulhof Einige Schueler aus meiner sechsten hatten noch ihre erste Kommunion Meine Edith! Meine Schueler tanzen Meine Mari Luz, die ist ein bisschen behindert hier verteile ich meine Armbaender an meine Liebsten Jeder bekommt von mir ein selbst gemachtes Armband 14 Stueck Meine geliebte sechste Klasse! Hier haben wir getanzt Hakars fuenfte Klasse

Dann war letztes Wochenende ein Pferderennen zwischen Tipon und Huasao wo wir den halben Sonntag verbracht haben. Die Pferde von der Familie von Sarah und Janine sind sogar mitgelaufen. Das war natuerlich was fuer mich!!!!!!!!! Pfffffffffffeeeeeeeeeeerrrrrrrrrddddddddddeeeeeee ;)

An dem Rand der Rennbahn wurde Essen und Trinken aufgebaut LIEBE Nochmehr Liebe! Der Onkel von Janine und Sarah Von unserer Oma haben wir Pollo mit Reis und Salat bekommen Meine Cousine Karin und mein Cousin Carlos Der kleine Bruder von Sarah

Letztens war ich mit meinen beiden Bruedern Bladi und Miguel alleine zu Hause nachmittags. Miguel hatte eine Woche von seinem Militaer frei und dann haben wir Geschwister die Zeit zu dritt genossen. Ich habe den Jungs unsere Reise CD+s geschenkt und dann hat er erstmal den Besten Klassiker in den Rekorder getan. Einmal ganz laut fuer ein bisschen Reggea: Mr. Bob Marley!!!! Es war der Hammer, dann habe ich noch meine Haengematte ausgepackt und die beiden waren total feliz ;) Philip kam spaeter noch hoch zu uns und meinte, er hoert unsere laute Musik noch bis unten ;) hatten wir eine kleine Disko bei uns ;)! Spaeter haben Bladi und Miguel mir noch geholfen meine Examen der Schueler zu kontrolieren!!Das war ein schoener Nachmittag!

Ich muss jetzt auch fast jeden Tag mit Bladi die Bacas vom Feld holen und ganz ehrlich, so ganz ungefaehrlich ist das nicht.... manchmal kann es sein, dass Gegenverkehr kommt, also andere Bacas dir entgegen kommen und wild sind. Der eine hat letztens die Hufe gescharrt und wollte auf unser Baca drauf los gehen und was macht mein kleiner 10 jaehriger Bruder?? Stellt sich einfach zwischen die beiden 1000 kilo Ochsen und schreit die an ;) hatte schon ein bisschen Angst um ihn und um mich !!!!!!!

Meine Klasse in Lucre in der Primaria

Meine 2a eine Chaos Klasse manchmal doch sehr konzentriert! aber dann geht es wieder los, hauptsache andere aergern!

Meine Klasse in Saylla in der Primaria

auch ziemlich anstrengend, aber nur weil sie ca. 30 Kinder sind

Dann haben wir am Dienstag den unglaublichen 7:1 Sieg fuer Deutschland gesehen! Das war ja wohl unglaublich der Hammer! Nach dem Spiel sind wir mit ca. 30 Deutschen zum Plaza gelaufen und haben noch ein bisschen gesungen und gatanzt und haben ueberlegt was wir machen koennen! Und da Cusco eine Touri Stadt ist, kamen natuerlich gleich ein paar Leute, die uns touren verkaufen wollten. Unter anderen ein Doppeldecker Bus, der uns die Stadt zeigen wollte. Da wir die schon kannten, haben wir gedacht, fahren wir doch einfach mit dem rum und feiern ein bisschen Deutschland! Gemacht getan, insgesamt 2 Euro fuer Trinken und eine halbe Stunde Bus fahren durch Cusco bezahlt! Es war der Hammer, wir haben getanzt, gesungen, geschrien und einfach nur Deutschland auf diesem Doppeldecker gefeiert. Zwischenzeitlich sind immer wieder Deutsche eingestiegen. Ausserdem hat mich jemand von unten angesprochen, der mich aus Lucre kennt..... ohjeee das war schon sehr peinlich ;) Zudem hat er mich dann am Mittwoch morgen in Lucre wieder gefunden und mich drauf angesprochen ;) war aber sehr lustig! Er hat uns den Sieg gewuenscht!

Mittlerweile darf meine kleine Panchi auch in mein Zimmer und manchmal kuscheln wir auch miteinander ;) am Liebsten wuerde ich sie auch mit nach Deutschland nehmen!!!!!!!

Hier drei Esel, die voll bepackt sind!

 

Feunde, es geht ja nun auch bald nach Hause und wir machen uns schon ein bisschen Gedanken, was wir mitbringen sollen oder ueberhaupt was mitbringen sollen! Janine und ich haben uns Gedanken gemacht.... aber ganz ehrlich, wenn wir einmal anfangen, muessen wir jedem was mitbringen und wo machen wir dann ein Ende??? Abgesehen davon haben wir auch wieder nur 23 kg ;(  Nun ja, also wir bitten euch, eine Wunschliste anzufertigen, die jenigen die einen Alpaka Pulli oder Muetzte oder sowas haben wollen. Die jenigen, die nichts schreiben, kriegen nichts ;)

Mucho Amor!

Geburtstag meiner Yanamanchi Schule!

08Juli2014

Hier tanzen wir, ich habe extra Walzer und Disco Fox gelernt ;)

Bilder folgen....

https://www.dropbox.com/s/czl5k57guizi2yu/P1020403.MOV

 

Es gibt was Neues!

26Juni2014

Es tut mir echt schrecklich leid, aber in letzter Zeit ist einfach so viel zu viel passiert und ich bin einfach nicht zum Schreiben gekommen. In Tipon hatten wir dann mal wieder eine Hochzeit von Freunden, Bekannten und Verwandten unserer Familie. Eingeladen wurden eigentlich nur Philip und Hakar persönlich. Die Braut meinte zu den beiden, sie dürften nur kommen, wenn sie die Mädels auch mitbringen- also war beschlossen, dass wir auch wieder auf der Hochzeit mittanzen durften. Nachmittags um 2 begann die Zeremonie in der Kirche in Oropesa. Meine Mum war schon Tage davor beschäftigt, wieder Meerschweinchen und vorzubereiten. An dem Samstag musste die ganze Familie nach einander in die Dusche und sich waschen, dass war lustig zu zuschauen. Passiert hier auch nicht jeden Tag ;)  und dann ging es im Röckchen und im Anzug auf den LKW, der uns ein Dorf weiterbringen sollte. Die Zeremonie in der Kirche war wieder ganz schön und dauerte auch nur 1 ½ Stunden. Zum Schluss kam das Brautpaar raus und man durfte es beglückwünschen, in dem man buntes Konfetti auf deren Haar legte. Wir merkten, dass das Brautpaar schon ganz anders, irgendwie liebevoller, miteinander umging. Ich glaube sie waren deutlich jünger als das im Oktober. Dann ging es wieder zurück nach Tipon in die Location. Diesmal ganz in lila gehalten und ein bisschen größer als bei der ersten Hochzeit. Sie hatten diesmal 180 Meerschweinchen und auch Sekt und Rotwein, wobei man den echt nicht genießen konnte, weil der einfach so süß ist. Da freue ich mich schon auf deutsches Sprudelwasser! Je später der Abend des so toller wurde die Musik und alle fingen an zu tanzen, schließlich hatte das Brautpaar auch vier Bands engagiert. Unsere Party ging bis zwei Uhr, wie lange unsere Familie so gemacht hat, konnten sie uns am nächsten Tag auch nicht genau sagen. Janine und Sarah haben in der Nacht bei mir geschlafen, weil in der Nacht keine Lucre Busse gefahren sind. Nächsten Morgen waren wir als erstes gegen zehn wach und später kam dann immer ein Familienmitglied nach einander runter, mein Vater meinte nur, er hätte ziemliche Kopfschmerzen. Aber es war mal wieder sehr lustig! Schön dies mit zu erleben, wie die peruanischen Hochzeiten ablaufen.

  Ein liebevoller Kuss Das leckere Essen Die Lila Location Hochzeitstorte Hakar hat sich die Braut geschnappt Sarah hat sich den Opa geschnappt

Ich habe eine neue Lieblingsklasse. Yanamanchi, unsere Primaria Lucre 3. Die 14 Kinder sind der Hammer, so lieb und diszipliniert. Als ich nur einen Mittwoch vorbei gekommen bin, um für montags meinen Unterricht zu verschieben, bot mir die Lehrerin, die gleichzeitig auch die Direktorin der Schule ist, gleich an, sofort zu unterrichten. Ich werde den jetzt allen ein Freundschaftsarmbändchen machen und ihnen dann schenken. Als wir letzte Woche „das Jahr“ in Englisch erarbeitet haben, habe ich zu August geschrieben, dass am 31. August mein letzter Tag in Peru ist und alle waren total traurig, auch die Lehrerin. Sie meinte, sie wird mit den Kindern noch eine Karte für mich basteln ;) Übrigens, der Satz, den ich an die Tafel geschrieben hatte, ist immer noch da. Wurde nicht weg gewischt. Am Montag ist der Geburtstag der Schule und da werden wir wieder tanzen. Im Moment lerne ich gerade Walzer und Diskofox, außerdem machen wir wieder das Fliegerlied!

  Meine Jungs Edder, Mayte & Yober Ich beim unterrichten Meine Besten!

Dann hat ja vor zwei Wochen auch die WM angefangen und leider ist Peru nicht dabei. Das ist echt schade, weil es ja ziemlich gut für Südamerika aussieht. Es ist krass, dass alle großen Europäer schon raus geflogen sind. Wir haben uns für umgerechnet 11 Euro ein Trikot gekauft, allerdings haben wir schnell bemerkt, dass die Deutschlandflagge drauf falsch ist.

Stiiiimmmuuunnng mit Trikots!

Außerdem sitze ich jeden Abend mit meiner Mutter in der Küche und wir bemerken jeden Tag, dass wir nicht mehr lange Zeit miteinander haben. Die letzten zwei Monate fangen bald an und ich bin echt traurig, dass ich bald Abschied nehmen muss. Könnte jetzt schon heulen, wenn ich daran denke. Die Zeit hier war, bzw. ist immer noch etwas ganz besonderes. Ich habe viele tolle Menschen kennen gelernt und auch so viel über die Peruaner gelernt. Einfach ein ganz anderes Völkchen, aber total liebenswert.

Und jetzt sind auch ständig irgendwelche Feiertage. Wir sind voll oft unterwegs, in Cusco und kommen erst spät abends wieder nach Hause oder schlafen in Cusco. Ich habe schon voll das schlechte Gewissen, weil ich mich fast gar nicht mehr blicken lasse. Meine Mum fragt mich morgens was ich heute so mache und sie lässt mich gar nicht mehr ausreden, fragt gleich ob ich nach Cusco fahre. Dabei will ich unbedingt mehr mit Ihnen machen, aber auch die traditionellen Feste nicht verpassen!

In Cusco, Sommersonnenwende, Inti Raimi auf Quechua. Morgens um halb sechs aufgestanden, weil alle gesagt haben, ihr müsst da früh hin, sonst seht ihr nichts mehr. Als wir am Sonnentempel angekommen waren, waren die Mädels schon da und hatten einen Platz in der Sonne, aber es füllte sich doch in den zwei Stunden ganz schön. Um Punkt neun !!!!! fing es an, ziemlich ungewöhnlich für die Peruaner! Und war aber auch schon nach gefühlten fünf Minuten auch schon wieder zu Ende. Der Inka begrüßte sein Volk, sein Reich und redete irgendwas auf Quechua, was wir leider nicht verstanden haben. Die Tänzer tanzten, die Musiker machten Musik und dann ging es weiter auf den Plaza de Armas. Wie wir vermuteten, war dieser viel zu überfüllt, also suchten wir uns einen Aussichtspunkt oberhalb, wo wir auf den Plaza und das Schauspiel gucken konnten. Der Plaza war schon seit Tagen verändert, da wo sonst der schöne Brunnen in der Mitte ist, war der Platz des Inkas, eine große rote Treppe und oben hisste die bunte Inka Flagge. Dort verweilten wir solange, bis die Tänzer und der große Inka den Plaza erreichten und dort vor den ganzen Zuschauern tanzten. Wir entschieden weiter hoch zugehen, unser Ziel für diesen Tag Saqusaywoman, eine riesig große Inka Ausgrabung oberhalb der Stadt, in der Nähe meines Lieblingsplatzes, der Cristo Blanco Statue. Dort wanderten mit uns tausende von Menschen hoch, einige warteten da schon den ganzen Morgen um den besten Platz zu bekommen. Wir hatten zum Glück einheimische Freunde dabei, die sich auskannten und uns den besten Sitzplatz am Schauspiel kannten. Man konnte natürlich auch Sitzplatzkarten für 130 US Dollar kaufen, aber das war uns dann doch etwas zu teuer. Dort oben gab es auch wieder alles Mögliche an Essen und Trinken, außerdem auch Cuy al Horno, mittlerweile echt mein Lieblingsessen geworden, aber das kann man sich echt nur an außergewöhnlichen Tagen leisten, weil es echt zu teuer ist. Umgerechnet auch nur 8 Euro, aber für unsere Verhältnisse echt teuer ;)

  Der Inka! Die Sonnenkinder Alle kommen nur unseretwegen ;) Plaza de Armas Traumhafte Stadt Blick ueber die Daecher Unsere Jungs mit Ingrith und Flor Wir MaedelsDer Weg nach oben, 200.000 Menschen Inti Raymi, was geht ?? Der Blick von Saqusaywoman zur Cristo Blanco Statur und dem schnee bedeckten Berg Das Fest, die tanzen Die grosse Liebe

 

Letztens mussten wir bei der Mum von den Jungs helfen. Danach gab es lecker Essen.

Wieder ein Ereignis, unser Projektleiter hier in Cusco, hatte Geburtstag. Also nahmen wir die Fahrt von zwei Stunden, rein in die Stadt wieder in Kauf, und schenkten ihm eine leckere Erdbeertorte mit einem „Feliz Cumpleanos Agripino“ drauf. Wir haben uns drüber lustig gemacht, weil wir echt fast zwei Stunden mit dem Bus gebraucht haben, um bei Agripino zu Hause zu sein, eine Sarah wäre aus Bacharach schon im Odenthal bei Janine und ich wäre in der Zeit aus Helmstedt schon in Hamburg- das sind Dimensionen.

  Eine Torte fuer Agripino

Ciao, bis ganz bald! Ich werde mich bemuehen, wieder mehr zu schreiben!

Dicken Kuss an alle!

Uebrigens, ich freue mich ueber jeden der mich am 1. September abends um 18h in Frankfurt abholt! 

 

Hier unser Tanz bei dem Geburtstag der Schule

17Mai2014

https://www.dropbox.com/s/tfwwlx5ad5n38cw/SAM_2081.AVI

 

Die erste Kommunion

15Mai2014

Dienstag war die erste Kommunion von meiner sechsten Klasse in Lucre. Den Abend vorher waren Janine und Sarah, die jetzt zusammen in Lucre wohnen, noch in der Schule, weil da die Generalprobe der Kinder geprobt wurde und da haben sie viele meiner Kinder getroffen und wurden mit Fragen geloechert, ob ich doch auch naechsten Tag zur Kommunion komme und zu gucken werde.

Am Dienstag fing dann der Gottesdienst um halb elf an. Und dieser war echt schoen. Die Kirche war gefuellt mit Kindern, Eltern, Lehrern und der ganzen Schule. Ich bin echt stolz auf meine Kinder, bin dankbar dafuer, dass ich an der Kommunion dran teilnehmen durfte. Nach dem Gottesdienst wurde vor der Kirche Suessigkeiten geworfen und alle Eltern und Kinder waren ganz heiss drauf. Dann wurde geschlossen zur Schule gegangen. Dort waren viele Blumen und eine risen Torte aufgebaut. Da wurden dann mit der Familie Fotos gemacht und es gab heissen Kakao mit Torte.

Gottesdienst mit zwei Messdienern Tolle Kleider Ronaldo und meine Kinder im Hintergrund Die Kirche war voll Meine huebschen Kinder Vor der Kirche Kinder und Eltern buecken sich fuer Suessigkeiten Auf dem Weg zur Schule Nur die Maedchen mit meiner Klassenlehrerin Und die Jungs Die neue Familie von Sarah und Janine  Janine mit ihrem Gastbruder Ronaldo

Den einen Tag sass ich mal wieder abends in der Kueche mit Bladi und meiner Mutter zusammen und wir haben ein bisschen geschnackselt und dann meinte sie auf einmal, wir haben nur noch drei Monate zusammen. Und was ich denn danach machen wuerde, ob ich denn noch mal nach Peru komme und sie besuchen komme! Sie meinte, sie waere jetzt schon traurig, darueber das ich bald gehen wuerde. Ich auch!

Am Mittwoch war ein Geburtstag unserer Primaria Schule in Lucre. Ein Kind sagte uns, dass die Schule ein bisschen mehr als 40 Jahre alt sein wuerde. Aber so genau wusste er das dann auch nicht ;) Anfang sollte um 10 Uhr sein. Wir kamen schon frueher in die Schule, weil wir noch beim Aufbauen helfen sollten. Anfang war dann nach peruanischer Zeit irgendwann um 10:40h, die Direktorin Manuela hiess uns alle Kinder, Eltern, Lehrer und Lehrerinnen, Gaeste aus Deutschland und Freunde willkommen und dann kamen die ersten Klassen und fuehrten ihre Taenze vor. Dabei hatten sie die typischen peruanischen Kleidungen an. Einige fuehrten Gedichte vor, eine Tanzgruppe der Eltern fuehrten auch typische Taenze vor und dann kamen WIR!

Unsere Direktorin meinte vorher zu uns, ob wir nicht etwas typisch deutsches vor tanzen koennte…. Ja gut! Was genau ist typisch deutsch? Wir haben uns fuer das Fliegerlied und Cowboy und Indianer entschieden ;) Und ich muss sagen, in dem Alter der Schueler kam das echt gut an, sie haben ordentlich mitgemacht. Aber naechste Woche ist in der Sekundaria, in der Weiterfuehrenden Schule, ein Geburtstag und da muessen wir auch wieder tanzen, da koennte das schon eher peinlich warden ;)

Tolle Trachten Schulhof, und Hakar und ich hissten die Flagge Mein Schueler der zweiten Klasse Lara mit ihrer Klasse Janine mit ihrem Bruder Hier die wichtige Gesellschaft, die Lehrer und Direkorinnen der anderen Schulen in Lucre Der Schulhof wurde zur Tanzflaeche Meine sechste Klasse Dann kamen wir, in Action Wir spielen Cowboy und Indianer Und eine Karawane mit den Kids mit allen Schuelern

Nach dem Tanzen wurde wir von unserer Direktorin noch zum Mittagessen eingeladen. Eltern der Kinder bereiteten wieder einen grossen Teller vor. Es gab eine grosse Tafel, an der auch die Direktorinnen und Lehrer der benachbarten Schulen in Lucre, an der wir auch unterrichten, dran teil nahmen. Nach dem Essen wurde Bier verteilt und dann ging es wieder los. Ein Lehrer, unserer Schule kam auf mich zu und wollte ich dem oertlichen Buergermeister vorstellen und der verhaftete mich gleich zum tanzen ;) das ist ja auch alles ganz cool und lustig, aber die peruanischen Lieder gehen auch mal gefuehlte 10 Minuten und das tanzen, kann man eigentlich nicht tanzen nennen, es ist eher ein hin und her schaukeln. Und man mag dann ja auch nicht einfach “Nein danke” sagen.

Unserer Organisator aus Cusco Agripino war auch dabei Sooooo lecker! Ein langer Tisch, mit allen Lehrern, Direktoren und Buergermeistern und wichtigen Leuten aus Lucre Und schon durfte ich tanzen! Und Hakar mit unserer Direktorin Manuela

Nach dem Fest waren wir noch kurz bei der Familie von Janine und Sarah. Deren Eltern haben ein paar Pferde und demnaechst wollen wir mit denen mal ausreiten, darauf freue ich mich schon riesig!

Gestern meinte meine Mum, dass sie mit dem Vater von den Jungs bis morgen arbeiten faehrt. Und so war ich mit meinem Bruder einen Tag alleine. Gestern abend kam noch sein Cousin und dann sind sie gemeinsam zu der Oma gegangen und haben da geschlafen, dass ich heute nacht ganz alleine zu hause war. Heute morgen kam die Mutter von den Jungs und half mir, unsere Kuehe aus dem Stall zu holen, ich hoffe dass sie jetzt schon wieder zu Hause ist, meine Mum.

Love

 

Cuy Festival

14Mai2014

Hola!

Am Sonntag war in Tipon, meinem Dorf, ein Cuy Festival! Und meine Mutter hat sich dazu bereit erklärt dort Cuys zu verkaufen. Also kaufte sie 40 Stück, sie kaufte sie, weil unsere gerade alle schwanger sind ;) und wir bereiteten sie am Samstag morgen vor. Zu meinem Glück bin ich zu spät aufgestanden um ihnen zu zuschauen, wie sie sie getötet haben. Als ich um acht Uhr aufgestanden bin, kochte sie sie schon, danach verbrannte sie mit dem Bunsenbrenner die restlichen Haare und das Fell. Danach säuberten sie noch einmal mit Messer und Rasierklinge und säuberten sie im Wasser. Danach schnitt meine Mutter die Harnenstränge ab und schnitt dem Meerschweinchen den Mund bis zu den Ohren auf. Dann machte meine Mutter einen kleinen sauberen Schnitt auf dem Bauch und holte dann die ganzen Innereien raus, außer das Herz. das blieb drin. Dann sollte ich das Schwein ein weiteres Mal säubern, den Mund und den leeren Bauchraum. Das war erstmal alles. Das Meerschweinchen war soweit fertig und wartete nur noch auf die Wärme im großen Ofen nächsten Tag. Die Innereien wurden noch gesäubert und von Kot befreit. Die Innereien haben wir dann später noch mit Kartoffeln und Kräutern befüllt und gegessen, welche echt lecker waren. 

 

Am Sonntag morgen wurde dann shcon früh in der Küche hin und her gewurschtelt. Unser Vater, der ja nur am Wochenende immer da ist, half auch ordentlich mit. AUßerdem war unsere Tante da, die auch erst 23 Jahre alt ist ;) Wir machten noch Kartoffel, Nudeln und Resotto. Die Meerschweinchen waren schon im Ofen. Auf den letzten Drücker nahm mich meine Mutter zur Seite und hat mir noch schnell meine Haare geflochten, mir einen schicken peruanischen Rock angezogen und ein hübsches Blüschen gegebenen. Ich sah wirklich tot schick aus ;) Dann musste ich so, Cuy verkaufen. In der prallen Sonne kamen echt viele Leute, dazu war noch Muttertag und es waren alle Menschen aus dem Dorf und der Umgebung bei uns in Tipon auf dem Fest. Am Anfang haben wir noch ein bisschen geschriehen "Cuy al horno" aber die Leute kamen schon von ganz alleine nur wegen des leckeren Cuys auf das Fest! Wir verkauften ca. 38 Cuys für umgerechnet 9 Euro das STück! Ich war schon ein bisschen Highlight auf dem Fest, als Gringita in so peruanischen Trachten mit geflochten Haaren! Alle riefen hinter mir her "Que guapa oder que linda!" ;) Dann ging abends noch richtig die Party ab, unsere Freunde aus der Stadt waren da und haben uns besucht und als die wieder weg waren, gesellten wir uns wieder unserer Familie. Hakar, Philip und ich! Und dann ging es ab, es waren wieder alle möglichen Familienmitglieder versammelt, trotzdem wurden wir wieder jedem vorgestellt Mein Gastvater meinte auch ganz stolz, dass ich seine Tochter wäre ;) und mein großer Gastbruder war auch wieder zu Besuch, der hatte sich ja für ein Jahr dem Militär verpflichtet und kommt nur alle 2 Wochen die Familie besuchen. Es hat mich richtig gefreut ihn zu sehen, er ist auch echt älter geworden. Dann habe ich mit meinen zwei Brüde rnoch gekickert, das war schön ;) Später haben wir noch mit allen getanzt, getrunken und gefeiert und sind dann gegen elf nach Hause gegangen, unserer Eltern waren noch ein bisschen länger da, aber wie lange konnten sie uns dann auch nicht sagen ;) Unsere Muttis hatten auch ganz gut getankt!

Mein Outfit und meine Arbeit Meine Mum und ich beim Cuy verkaufen Das Festival Hakar hat Volleyball gespielt Da war eine Menge los Juhhhuu! Übrigens links der neue Freund von Lara abends gab es noch ein Anticucho für Majutze   Meine besoffenen Eltern ;) Cornelio und Mariza

Nächsten Tag hing meine Mutti ganz schön durch, als ich aus der Schule kam, lag sie wieder im Bett und hatte Kopfschmerzen, sie hatte keine Kraft Mittag zu kochen, so hat sie einfach aus der Tienda Tütensuppe gekauft, die wir dann essen mussten. Ich habe sie dann in der Küche auf dem Sofa liegen gelassen, zugedeckt und ich habe dann den ganzen Abwasch gemacht, der vom Festival übrig geblieben ist!

Am Montag in unserem Kindergarten, Hakar und ich besuchen ihn jetzt jeden Montag für zwei Stunden um den Kindern Englisch beizubringen.

Heute geht es ihr schon wieder besser. Heute gab es dann auch die Torte, die ich ihr zum Muttertag geschenkt habe, mit der Aufschrift "Feliz dia, mariza".

Hier sind unsere Kinder in Lucre auf dem Schulhof, in der Sekundaria habe ich drei Klassen 1b, 2a und die 2b mit Hakar zusammen.

Sekundaria in Lucre Einmal Stramm stehen

 

Ich wohne seit letzter Woche wieder auf dem Dorf und fühle mich echt wohl!

Bis bald

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